Zur Ehre der Altäre. Jesuitenschätze im Diözesanmuseum, Paderborn, 31. Okt. 2014 bis 15. März 2015

 

Das Diözesanmuseum Paderborn, das sich durch die großen Sonderausstellungen der letzten Jahrzehnte wie „CREDO – Christianisierung Europas im Mittelalter“ (2013) oder „Franziskus – Licht aus Assisi“ (2012) international einen Namen gemacht hat, verfügt über eine der bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher Skulptur und Schatzkunst in Europa. Im Jubiläumsjahr seines 160-jährigen Bestehens wirft das Haus mit der aktuellen Sonderausstellung „Zur Ehre der Altäre – Jesuitenschätze im Diözesanmuseum“ (31.10.2014 – 15.3.2015) und einem neuen Bestandskatalog einen frischen Blick auf seinen umfangreichen Sammlungsbestand.

Auf einer Pressekonferenz stellten Prof. Dr. Christoph Stiegemann, Direktor des Diözesanmuseums Paderborn, und Alfons Hardt, Generalvikar des Erzbischofs von Paderborn, die Ausstellung „Zur Ehre der Altäre – Jesuitenschätze im Diözesanmuseum“ vor, die am Donnerstag, 30. Oktober, eröffnet wird. Zusammen mit dem Verleger Michael Imhof wurde zudem der neue Sammlungskatalog des Hauses präsentiert.

Mit „Zur Ehre der Altäre“ zeigt das Diözesanmuseum erstmals seine hochkarätige Sammlung jesuitischer Kunst, die zu den bedeutendsten ihrer Art zählt. Anlass ist das 400-jährige Jubiläum  der Academia Theodoriana, der Paderborner Jesuitenuniversität, die 1614 von Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg gegründet wurde. Wertvolle Goldschmiedearbeiten und Textilien, aber auch Skulpturen, Gemälde und Architekturentwürfe aus der Barockzeit erzählen von der wechselvollen Geschichte der Jesuiten im Bistum Paderborn und geben Einblicke in die herausragende Bedeutung von Liturgie und Kunst für das Wirken des Ordens. Zu den herausragenden Exponaten zählen die überaus qualitätvollen Goldschmiedewerke aus der heutigen Marktkirche in Paderborn, Teile des wertvollen Silberschatzes der ehemaligen Jesuitenkirche zu Paderborn sowie kostbare Paramente aus der früheren Jesuitenkirche Maria Immaculata in Büren – darunter der wertvolle Ornat, den Kaiserin Maria-Theresia der Kirche gestiftet haben soll.

Jesuiten setzten Akzente

„Wir freuen uns, dass wir im Jubiläumsjahr der Paderborner Jesuitenuniversität und in einer Zeit, in der mit Papst Franziskus der erste Jesuit den Heiligen Stuhl besetzt, diese wertvollen Zeugnisse jesuitischen Lebens in spannenden Inszenierungen zeigen können“, sagt Prof. Dr. Christoph Stiegemann, Direktor des Diözesanmuseums Paderborn. „Von Beginn an“, so Stiegemann, „nahmen die Künste für das geistliche, missionarische und pädagogische Anliegen des Ordens eine herausragende Bedeutung ein. Die Losung der Jesuiten ‚Gott in allen Dingen zu finden‘ zielte dabei auf ein verstärktes Wirken des Ordens inmitten der Welt.“ In vielen Bereichen von Kunst, Architektur und Theater setzten die Jesuiten neue Akzente: vom Jesuitentheater über mächtige Kolleg- und Universitätsbauten bis hin zu den grandiosen Ausstattungen der Kirchen, die, wie die Jesuitenkirche St. Franz Xaver in Paderborn, überreich mit Skulptur und Malerei ausgestattet waren.

Generalvikar Alfons Hardt hob die herausragende Bedeutung der Jesuiten für das Bistum Paderborn hervor: „Mehr als jede andere Ordensgemeinschaft hatte die 1534 von dem Spanier Ignatius von Loyola gegründete Gesellschaft Jesu Einfluss auf das religiöse und kulturelle Leben des Bistums. Als erstes Kolleg der Societas Jesu in Westfalen ging von ihrer 1580 durch den späteren Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg initiierten Niederlassung bis zur Aufhebung im Jahr 1773 sowohl auf dem Gebiet der Mission und der Seelsorge, als auch des Unterrichts und der Wissenschaften bis hin zur Kunst eine maßgebliche Wirkung aus“, so Hardt weiter.

Neuer Bestandskatalog 

praesentation-werke-in-auswahl-05Der neue Bestandskatalog „Diözesanmuseum Paderborn. Werke in Auswahl“ präsentiert auf rund 300 Seiten 72 ausgewählte Sammlungsstücke des Museums. Christoph Stiegemann und Michael Imhof stellten den Band vor und freuten sich über die gelungene Zusammenarbeit: „Der Katalog wirft einen neuen Blick auf die hochkarätige Sammlung mittelalterlicher Skulptur und Schatzkunst des Diözesanmuseums“, erklärt der Verleger. „Dabei gibt er nicht nur eine Übersicht über die Entwicklung kirchlicher Kunst vom 11. bis ins 20. Jahrhundert, sondern erzählt auch von der wechselvollen Geschichte des Museums“, so Imhof weiter.

„Diözesanmuseum Paderborn. Werke in Auswahl“ ist im Michael Imhof Verlag erschienen. Er umfasst 304 Seiten, darunter 186 Farbabbildungen und kostet 22,80 EUR. Der Band ist auch im Diözesanmuseum erhältlich.

Die Ausstellung „Zur Ehre der Altäre. Jesuitenschätze im Diözesanmuseum“ ist vom 31.10.2014 bis 15.3.2015 im Diözesanmuseum Paderborn zu sehen. Öffnungszeiten: 10.00 bis 18.00 Uhr, montags geschlossen. Jeden ersten Mittwoch im Monat bis 20.00 Uhr. Öffentliche Führung sonntags um 14 Uhr.

Weitere Informationen

Pressekontakt:
projekt2508 GmbH
Silke Günnewig
Riesstr. 10
53113 Bonn
Tel. 0228/184967-24
presse@projekt2508.de

Zum Download:
PM_Zur Ehre der Altäre – Jesuitenschätze im Diözesanmuseum

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