Skywalk auf der Leuchtenburg

Ganze 20 Meter ragt ein Skywalk über den schroffen Berghang der Leuchtenburg. Hochmodern wächst er aus der mittelalterlichen Burgmauer heraus. Ganz vorn scheint man als Gast über der Landschaft zu schweben – hoch über dem malerischen Tal mit Blick auf Jena. Als „Steg der Wünsche“ entsteht der Skywalk derzeit für die spektakulären Porzellanwelten Leuchtenburg. Heute wurde das zweite Bauteil mit einer Länge von 10 Metern angeliefert.

Schon die Auffahrt des 15 Tonnen schweren Konstrukts war eine Herausforderung. Ein Tieflader bewegte sich ganz langsam die enge Burgstraße hinauf – kein Zentimeter war dabei Luft. Das Bauwerk selbst ist einmalig, ein Unikat. Sowohl statisch als auch konstruktionstechnisch wurde der stählerne Steg von der Rudolstädter Systembau (RSB GmbH) gefertigt, das alle Schritte der qualitativ anspruchsvollen Herstellung betreute.

Die hochwertige Stahl-Glaskonstruktion des Skywalks sowie die eigens entwickelte Stützkonstruktion aus gebündelten Pfählen, die nun entstehen kann, wurde vom Hermsdorfer Ingenieurbüro BCH GmbH gemeinsam mit der Architektin Silke Loose entworfen. Beide zeichneten bereits für das mit Architekturpreisen gewürdigte moderne Besucherzentrum der Burg verantwortlich.

„Mit dem Skywalk stellen wir uns einer besonderen architektonische Herausforderung und wagen eine unkonventionelle Auseinandersetzung mit dem Erlebnis einer Höhenburg“, erläutert Sven-Erik Hitzer, Vorstand der Stiftung Leuchtenburg und Ideengeber der Porzellanwelten.

Der Clou: Mit Eröffnung des Neubaus der Porzellanwelten Leuchtenburg im Herbst 2014 können sich die Besucher der neuen Ausstellung auf ungewöhnliche Art und Weise mit dem Porzellan auseinandersetzen. Getreu dem Motto „Scherben bringen Glück“ dürfen sie vom Skywalk aus Porzellan in die Tiefe werfen, auf das sie zuvor ihre Wünsche geschrieben haben. Der persönliche Wunsch wird schließlich im „Archiv der Wünsche“ aufbewahrt.

Hintergrund:
Die Porzellanwelten auf der Leuchtenburg  präsentieren „Weißes Gold“ im modernen Design. Porzellan
ist so vielfältig wie alltäglich: ob als Geschirr für festliche Tafeln, als Espressotasse oder Industrieprodukt. Die neu eröffnete Ausstellung zeigen die verschiedenen Facetten des Porzellans  und schaffen somit einen bislang einzigartigen und sinnlichen Zugang. In insgesamt sieben Welten gehen die Besucher auf eine spannende Entdeckungsreise. Diese führt sie zu den Ursprüngen der Porzellanherstellung in China, in die Wunderkammern der Fürsten und Alchemielabore der Forscher und erzählt die Geschichte vom höfischen Luxusgut bis zur industriellen Fließbandware. Zu sehen sind neben wertvollen Stücken, wie kostbare Ming-Porzellane aus dem 16.Jahrhundert oder barocken Tafelaufsätzen auch Alltägliches und Skurriles.

.
  • RSS
  • Facebook
  • Twitter