Silber, Samt und Kronjuwelen – Royale Highlights bei der Landesausstellung 2014 in Hannover

Allan Ramsay, Queen Charlotte mit ihren beiden ältesten Söhnen, um 1764, Öl auf Leinwand, 247,8 x 165 cm (c) The Royal CollectionDie Krone von Georg I., ein Brief aus Gold – diese und zahlreiche weitere prachtvolle Exponate werden im nächsten Jahr in der Niedersächsischen Landesausstellung „Hannovers Herrscher auf Englands Thron 1714–1837“ die Epoche der Personalunion lebendig machen. Genau ein Jahr vor Beginn der Landesausstellung wurden heute im Landesmuseum Hannover herausragende Ausstellungsstücke präsentiert, die von internationalen Leihgebern für die Schau in fünf Museen und Schlössern in Hannover und Celle zur Verfügung gestellt werden.

Vom 17. Mai bis 5. Oktober 2014 wird die Niedersächsische Landesausstellung 2014 mit vielgestaltigen Ausstellungsstücken ein facettenreiches Bild des georgianischen Zeitalters vermitteln. Bereits rund 350 Objekte von über 60 internationalen Leihgebern sind zugesagt. Zu den kostbarsten Exponaten zählen Leihgaben aus der Royal Collection in London, darunter die Staatskrone: Der mit Lilien und Tatzenkreuzen verzierte goldene Kronreif wurde 1715 für Georg I. hergestellt und ist heute zusammen mit den anderen Kronjuwelen im Tower of London ausgestellt. Ebenfalls aus der privaten Sammlung von Königin Elisabeth II. stammen die prunkvolle Robe aus rotem Samt, Seide, Brokat, Hermelin und Goldfäden, die 1760 für die Krönung Georg III. angefertigt wurde, sowie ein großformatiges Ölgemälde von Allan Ramsay um 1764, das die Ehefrau Georgs III., Königin Charlotte, und zwei ihrer ältesten Söhne zeigt. Einen Eindruck der höfischen Pracht vermittelt auch ein wertvolles Silberservice, das heute im Besitz der Rothschild Foundation ist und erstmals seit über hundert Jahren wieder nach Hannover kommt.

„Für die große Niedersächsische Landesausstellung ist es gelungen, die Krone
Georgs I. und weitere herausragende Exponate zu bekommen. Viele davon sind zuvor nie in Deutschland gezeigt worden. Das Land Niedersachsen investiert mehr als fünf Millionen Euro in diese außergewöhnliche Ausstellung“, erklärt Dr. Gabriele Heinen-Kljajic, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur.

Dr. Annette Schwandner, Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Dr. Katja Lembke, Landesmuseum Hannover und Dr. Thorsten Smidt, expo2508, vor dem Portrait Georgs II.Aber nicht nur die Regierungszeiten der fünf Könige und das Leben am Hofe in London und Hannover sollen in der Landesausstellung thematisiert werden. „Wir zeigen weit mehr als Silber, Samt und Kronjuwelen“, ergänzt Dr. Katja Lembke, die in den vergangenen Monaten mehrfach in London um Leihgaben für die Schau geworben hatte. „Wir wollen auch die vielfältigen Einflüsse und Wechselwirkungen auf politischer, gesellschaftlicher und kultureller Ebene deutlich machen und zeigen Beispiele, wie etwa Literatur, Musik, Wissenschaft und Militärgeschichte durch die Personalunion geprägt wurden.“

Die Rolle Großbritanniens als Weltreich und die damit einhergehende weltpolitische Einflussnahme der Welfen im 18. Jahrhundert wird durch ein kostbares Exponat aus der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover veranschaulicht: Der hauchdünne Goldene Brief, den der birmanische König Alungphaya 1756 an König Georg II. schickte, ist auf purem Gold geschrieben und an zwei Seiten mit kostbaren birmanischen Rubinen besetzt. In der Niedersächsischen Landesausstellung 2014 wird seine Einzigartigkeit besonders hervorgehoben: Erstmals wird er gemeinsam mit einem vergoldeten Brief des Nawab von Arcot an Georg III. zu sehen sein, der heute in der British Library verwahrt wird.

Kurator Dr. Thorsten Smidt betont den Anspruch der Ausstellung: „Wir wollen einen möglichst anschaulichen, dabei aber wissenschaftlich fundierten Blick auf 123 Jahre gemeinsame Geschichte lenken. Die Ausstellung richtet sich ausdrücklich an alle, die sich für lebendige Geschichte interessieren.“

PM_Royale Highlights in Hannover
PM_Highlight-Exponate

 

Bildergalerie
PI_Die Exponate im Überblick

 

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