Natur erleben… im neanderland!

Unberührte Natur, türkisfarbene Seen, reizvolle Auen- und Heidelandschaften – das neanderland überrascht als grüne Region inmitten der Metropolregion Rhein-Ruhr. Eingebettet zwischen Rhein, Ruhr und Bergischem Land liegt das neanderland, die grüne Region Nordrhein-Westfalens. Über 70 Prozent des neanderlands bestehen aus Naturflächen, allein 44 Prozent davon sind Landschaftsschutzgebiete. Zahlreiche Seen, Auen- und Heidelandschaften sowie üppige Waldgebiete durchziehen die Landschaft. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich das neanderland in den letzten Jahren zu einer beliebten Naherholungsregion für Naturliebhaber und Erholungssuchende entwickelt hat.

Das Neandertal – eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands
Das Herzstück des neanderlands ist das malerische Neandertal. Es gab nicht nur dem weltberühmten Frühmenschen seinen Namen, sondern zählt auch zu den ältesten Naturschutzgebieten Deutschlands. Noch im 19. Jahrhundert erstreckte sich zwischen Erkrath und Mettmann ein wildromantisches Tal: Wasserfälle, prächtige Höhlen, schroffe Klippen und eine üppige Waldvegetation formten die Umgebung. Wegen des industriellen Kalkabbaus, der Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzte, ist nur ein kleiner Teil dieser zauberhaften Naturlandschaft erhalten geblieben. Erst nach Beendigung des Abbaubetriebs konnte sich das Tal der Düssel in den letzten Jahrzehnten wieder naturnah entwickeln. Buchen-, Hainbuchen- und Schluchtwälder wachsen in den ehemaligen Steinbrüchen und sind ein Paradies für Wanderer. Eiszeittiere, darunter Wisente, Aucherochsen und Wildpferde grasen heute im Eiszeitlichen Wildgehege Neandertal und lassen die damalige Zeit lebendig werden. Einen informativen und spannenden Einblick in Menschheits- und Urgeschichte gibt das Neanderthal Museum. Wer Natur und Geschichte mit hochmoderner Technik verbinden möchte, kann mit dem Segway direkt in die Steinzeit düsen oder per GPS auf archäologische Schatzsuche gehen (Mehr ).

Auenlandschaften mit großer Artenvielfalt

Besondere Naturerlebnisse bieten auch die Urdenbacher Kämpe und Baumberger Aue bei Monheim am Rhein. Die Urdenbacher Kämpe zählt zu den letzten noch nicht eingedeichten und damit regelmäßig überfluteten Auenlandschaften am Niederrhein. Sie verfügt über einen großen Artenreichtum mit bis zu 227 verschiedenen Tierarten, darunter viele verschiedene Vogelarten. Auch seltene Pflanzen, Kopfweiden und ausgedehnte Obstwiesen durchziehen die Auen. Zurzeit entstehen hier neue Wanderrouten und interaktive Naturpfade.

Die Hildener Heide – ein Naturdenkmal

Ein Naturdenkmal der besonderen Art ist die Hildener Heide. Entstanden durch die Abholzung der Laubwälder vor 300 Jahren, hat sie – anders als viele andere Heidegebiete, die zwischenzeitlich aufgeforstet wurden – die Zeiten überdauert. Noch heute weiden in den Sommermonaten eine Wanderschafherde von 300 Mutterschafen mit ihren Lämmern und rund 20 Ziegen im Landschaftsschutzgebiet. Aber auch unterschiedliche Arten von Vögeln, Reptilien und Libellen sind hier zuhause.

Türkisfarbene Seen und spektakuläre Ausblicke – Naturschutzgebiet Steinbruch Schlupkothen

Steinbruch Schlupkothen

Steinbruch Schlupkothen (c) Stadt Wülfrath, Foto: Haas

Ein atemberaubendes Naturschauspiel bieten die stillgelegten Kalksteinbrüche bei Wülfrath, die einst Europas größtes Kalksteinabbaugebiet waren. Nach der Stilllegung des Kalksteinbruchs Schlupkothen vor rund 50 Jahren hat sich die Natur das Gelände zurückerobert. Entstanden ist ein 31 Hektar großes Naturschutzgebiet, das mit seinen türkisfarbenen Wasserflächen und hohen bewachsenen Felswänden nicht nur eine imposante Kulisse für Wanderer bildet, sondern auch einen einmaligen Lebensraum für gefährdete Tierarten darstellt. Um den Steinbruch führt ein Rundweg mit naturkundlichen und industriegeschichtlichen Stationen. Spektakulär ist der Blick über den Steinbruch vom Aussichtspunkt Steinstieg. Weitere faszinierende Ausblicke gibt es am nahegelegenen Bochumer Bruch, direkt am Zeittunnel Wülfrath – einem ehemaligen Abbautunnel, in dem heute nicht weniger als 400 Millionen Jahre Erdgeschichte lebendig vermittelt werden.

Spezielle Exkursionen für Gruppen aller Altersklassen sowie ein umfangreiches Veranstaltungsangebot rund um das Thema Natur zwischen Rhein, Ruhr und Bergischem Land bieten die Biologische Station Haus Bürgel und für Kinder das umweltpädagogische Naturschutzzentrum Bruchhausen bei Erkrath. Auch der neueröffnete neanderland STEIG und der PanoramaRadweg niederbergbahn führen vorbei an unberührter Natur im neanderland.

Informationen rund um das Thema „Natur erleben“ sowie weitere Angebote im neanderland finden Sie unter: www.neanderland.de. Bilder zum Download finden Sie hier.

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