Das Auge ist offen!

Prinzessin Beatrix eröffnete das Museum de Fundatie Zwolle.
Drei Sonderausstellungen und neue Perspektiven.

Museum de Fundatie(ZWOLLE, NL) Jetzt ist das „Auge“ geöffnet. Im Beisein von Prinzessin Beatrix wurde am 31. Mai das Museum de Fundatie Zwolle mit seiner futuristischen Kuppel auf dem Dach feierlich eröffnet. Das erweitere und neugestaltete Museumsgebäude zog schon am ersten Tag zahlreiche Besucher in seinen Bann. Die mit 55.000 unterschiedlich geneigten weiß-blauen Keramik-Kacheln belegte gigantische Blase glitzerte in der Sonne und strahlte wie ein modernes Leuchtfeuer über der Hauptstadt der niederländischen Provinz Overijssel. „Wir wollten bei der Erweiterung des Museums die Symmetrie des neoklassizistischen Gebäudes nicht zerstören“, erklärte Museumsleiter Ralph Keuning. „Mit dem ellipsenförmigen Aufbau auf dem Dach haben wir einen spannenden Kontrast zur Architektur des alten Palastes geschaffen.“

Gleich drei Sonderausstellungen präsentiert das Museum zur Neueröffnung: Bis in den Herbst hinein zu sehen ist die Ausstellung „The way I see it“ des Fotografen Pieter Henket, der vor allem durch seine Fotos von Pop-Diva Lady Gaga international bekannt wurde. Für seine erste Soloausstellung hatte sich der in den USA lebende Künstler bewusst für den markanten Erweiterungsbau entschieden, den sein Vater, der Architekt Jan Henket, entworfen hat. Daneben ist die Schau „Tanz auf dem Vulkan. Kunst und Leben in der Weimarer Republik“ zu sehen, die in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste Berlin entstanden ist und Werke von Kollwitz, Grosz, Beckmann und anderen präsentiert. Schließlich wird die Ausstellung „Dum Vivimus Vivamus“ mit großformatigen Arbeiten des niederländischen Schauspielers, Regisseurs und Künstlers Jeroen Krabbé gezeigt – quasi eine gemalte Autobiografie seiner Jugend. Neben diesen drei Sonderausstellungen werden im Museum de Fundatie Zwolle unter dem Motto „Von Turner bis Appel“ die schönsten Werke aus der hauseigenen Sammlung gezeigt. Diese geht zurück auf den Direktor des Rotterdamer Museums Boymans, Dirk Hannemaende, und reicht von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Zu sehen sind Werke von Edgar Degas und Piet Mondriaan sowie das erst vor zwei Jahren entdeckte Gemälde „Le blute-fin“ von Vincent van Gogh.

Die spektakuläre futuristische Kuppel, die den ehemaligen Justizpalast nun krönt, bietet nicht nur neuen Raum für die Kunst, sondern auch ein kleines Café und neue Perspektiven: Durch ein großes ovales Fenster im „Auge“ bietet sich ein wunderbarer Blick auf den malerischen Stadtkern der alten Hansestadt. Weitere Informationen finden Sie hier.

©Pedro Sluiter

Skultpur Koen Muller © Pedro Sluiter

 

 

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