Marx: modern und lebendig

Am 5. Mai 2018 jährt sich der Geburtstag des großen Revolutionärs und Gelehrten Karl Marx zum 200. Mal. Aus diesem Anlass wird in dessen Geburtsstadt Trier die große Landesausstellung Karl Marx 1818–1883. LEBEN. WERK. ZEIT. an zwei Standorten präsentiert. Heute wurden in Trier die Gestaltungskonzepte für die beiden Ausstellungsstandorte vorgestellt. Valentine Koppenhöfer aus Weimar wird den Ausstellungsteil im Rheinischen Landesmuseum Trier konzipieren, während die Arbeitsgemeinschaft Bach Dolder Katzkaiser mit Sitz in Darmstadt den Zuschlag für die Sonderausstellung im Stadtmuseum Simeonstift erhielt. Die ausgewählten Büros überzeugten die Jury insbesondere durch ihren didaktischen Zugang zum Ausstellungsthema. „Den Menschen Karl Marx und seine komplexen Theorien einem breiten und auch jungen Publikum zu vermitteln, ist uns ein großes Anliegen. Eine moderne und ansprechende Ausstellungsgestaltung spielt hier neben den Exponaten eine ganz besondere Rolle“, erklärt Prof. Dr. Salvatore Barbaro, Aufsichtsratsvorsitzender der Ausstellungsgesellschaft und Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz.

Lebendig und verständlich

Mit ihrem Wettbewerbsbeitrag für die Ausstellung Leben. Werk. Zeit. im Rheinischen Landesmuseum Trier habe das Büro szenographie valentine koppenhöfer spannende Ideen vorgestellt, die das auf den ersten Blick abstrakt und spröde wirkende Theoriewerk von Karl Marx lebendig und verständlich werden lassen, so die Jury. Valentine Koppenhöfer, die auch über langjährige Erfahrung in der Gestaltung von Bühnenbildern verfügt, richtet mit einer zurückhaltenden und auf eindrucksvolle Akzente setzenden Architektur den Fokus auf das Werk des Philosophen und Ökonomen. Ihr Weimarer Büro hat mit Ausstellungsprojekten wie „Karl Wilhelm 1679–1738″ im Badischen Landesmuseum Karlsruhe oder der neu konzipierten Dauerausstellung im Kleist-Haus in Frankfurt an der Oder bereits gezeigt, dass es komplexe historische und werkbiografische Ansätze anschaulich vermitteln kann.

Kreativ und multimedial

Bei der Ausstellung Karl Marx. Stationen eines Lebens im Stadtmuseum Simeonstift Trier konnte die Arbeitsgemeinschaft der Büros Bach Dolder Architekten und Katz Kaiser überzeugen. Die Lebensstationen von Karl Marx und seiner Familie werden hier in farblich inszenierten thematischen Räumen nachgezeichnet. Dabei werden auch die biografischen Brüche und Ortswechsel architektonisch berücksichtigt. „Die kreativen Ideen und die hochkarätigen Exponate werden dies zu einer ansprechenden und wirkungsstarken Ausstellung machen. Dank multimedialer Elemente können die Besucher tief in Leben und Zeit von Karl Marx eintauchen“, sagt Wolfram Leibe, Oberbürgermeister der Stadt Trier. Die auf Kunstausstellungen und kulturgeschichtliche Themen spezialisierte Arbeitsgemeinschaft hat in der Vergangenheit für das Städel Museum Frankfurt, das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg sowie für das Jüdische Museum Berlin gearbeitet.

Leihanfragen für Werke aus ganz Europa laufen

In diesen modernen architektonischen Rauminszenierungen sollen mehrere hundert Exponate aus Museen und Sammlungen in ganz Europa in Szene gesetzt werden. Gemälde und Grafiken sowie kulturhistorische Exponate, darunter Maschinenteile, Fahnen, originale Dokumente oder Skulpturen vermitteln einen eindrücklichen Zugang zur Lebens- und Arbeitswelt des 19. Jahrhunderts. Die Leihanfragen laufen derzeit auf Hochtouren. Einen ersten Blick in die Exponatliste konnten die Ausstellungsmacher heute schon geben. So wird im Rheinischen Landesmuseum Trier u.a. das wohl früheste Bildnis eines Arbeiters gezeigt, das sich als Einzeldarstellung in der Tradition der Porträtmalerei versteht: „Bärtiger Arbeiterkopf im Profil“ von Adolph von Menzel stammt aus dem Jahr 1844 und wird von der Alten Nationalgalerie in Berlin ausgeliehen. Das Gemälde „Arbeitslose“ (1908/1909) von Rudolf Jacob Zeller aus der Kunsthalle in Hamburg führt die bedrückende Lebensrealität der Arbeiter zu dieser Zeit vor Augen. Das früheste bekannte Porträt von Karl Marx ist im Stadtmuseum Simeonstift erstmals öffentlich ausgestellt. Diese Zeichnung fertigte sein Kommilitone Heinrich Rosbach während der gemeinsamen Studienjahre in Bonn in den Jahren 1835/1836 an.

Breites touristisches Marketing

Auch im Bereich Marketing, Social Media und Pressearbeit freut sich die Ausstellungsgesellschaft über kompetente Verstärkung. Das Team der projekt2508 GmbH aus Bonn, ein Spezialist für Kultur- und Tourismusmarketing, hat bereits die große Konstantin-Ausstellung in Trier (2007) bundesweit beworben. Für die Landesausstellung 2018 sind wieder umfangreiche Werbe-Maßnahmen geplant. Als nächstes wird die Ausstellung auf der großen touristischen Bühne präsentiert. „Anfang März sind wir mit einem großen Stand in der Kulturhalle der weltgrößten Reisemesse, der ITB in Berlin, präsent und machen hier auf das Ausstellungsereignis in Trier 2018 aufmerksam“, sagt Dr. Rainer Auts, Geschäftsführer der Karl Marx 2018 – Ausstellungsgesellschaft mbH. „Wir werden das Thema Marx 2018 mit vielen frischen Ideen spielen und für die unterschiedlichsten Zielgruppen aufbereiten.“

 

Pressekontakt:
Karl Marx 2018 – Ausstellungsgesellschaft mbH , Ann-Kathrin Reichenbach,
Tel.: +49 (0)651 991653-30, Ann-Kathrin.Reichenbach@karl-marx-ausstellung.de

Pressebüro KARL MARX 1818 – 1883 Mirjam Flender, Kirsten Lehnert, c/o projekt2508 GmbH
Tel.: +49 (0)228 184967-24, presse@projekt2508.de

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