Leuchtenburg erhält EnergieEffizienzpreis

SEITENRODA. Gesucht wurden vorbildliche Projekte, die beispielhaft zur Steigerung der EnergieEffizienz beitragen – gefunden wurde die Stiftung Leuchtenburg. Das Nutzungskonzept der mittelalterlichen Burg bei Jena, das auf ein nachhaltiges Wärmekonzept ausgerichtet ist, wurde heute in Erfurt mit dem Thüringer EnergieEffizienzpreis 2014 ausgezeichnet. Gemeinsam mit KTB Transformatorenbau GmbH und der Stadt Schleiz darf sich die Leuchtenburg über ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro freuen. Verliehen wird der Preis in diesem Jahr zum dritten Mal von der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur(ThEGA) unter Mitwirkung der Thüringer Energie AG.

„Wir freuen uns riesig über diese Auszeichnung, die ein Gewinn in mehrfacher Hinsicht für alle Beteiligten ist. Wir sparen Energie, schützen unsere Umwelt und generieren gleichzeitig Mittel für die Stiftung, um so die Erhaltung des Denkmals nachhaltig zu gewährleisten“, sagt Sven-Erik Hitzer, Ideengeber und Stiftungsvorstand der Leuchtenburg. „Die Burg wurde als Verteidigungsanlage gebaut und als Zuchthaus genutzt – da stand Energieeffizienz nicht an erster Stelle. Wir sind stolz darauf, dass wir diese Herausforderung gemeistert haben“, so Hitzer weiter.

Die mittelalterliche Burg hat in der Vergangenheit viel getan, um in Zukunft weniger zu verbrauchen. Darunter die Errichtung einerBiomassefeuerungsanlage (Pellets/Hackschnitzel), die Anbindung der sieben Burgbereiche an das Nahwärmenetz der Technikzentrale, derEinsatz von Brettschichtholz beim Neubau des Besucherzentrums mit besonderen klimatischen Auswirkungen, der Einsatz von innerer Dämmung bei den Altbauten sowie der Einsatz von LED und Niedrigenergie-Lampen in den Ausstellungsräumen. Dank dieser Maßnahmen kam es zu einer massiven Heizenergieeinsparung von über 800.000 kWh gegenüber der herkömmlichen Beheizung, was einer beeindruckenden Summe von rund 50.000 Euro entspricht. Gelder, die anderweitig in den Erhalt des Denkmals investiert werden können.

Die Preisträger wurden aus einer Liste von sechs Nominierten aus insgesamt 23 Bewerbungen ausgewählt. In der unabhängigen Jury waren vertreten: Dieter Sell, Leiter der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA), Elmar Dräger, Präsident der Ingenieurkammer Thüringen, Peter Bretschneider, stellvertretender Leiter des Fraunhofer-Anwendungszentrums Systemtechnik AST in Ilmenau, Michael Kappert, Professor für Steuerungs- und Regelungstechnik an der Fachhochschule Erfurt sowie Matthias Sturm, Geschäftsbereichsleiter Unternehmensentwicklung / Kommunikation der Thüringer Energie AG.

Auch bei der Nutzung der Burg setzt die Stiftung auf Innovation: Im April eröffnete auf der Leuchtenburg ein Teilabschnitt der „Porzellanwelten Leuchtenburg“ – Erlebniswelten, die auf neue und spannende Weise Porzellangeschichte aus rund 500 Jahren zeigen. Ab März 2015 können sich die Besucherinnen und Besucher auf die Eröffnung neuer Welten freuen sowie auf den 20 Meter langen „Skywalk der Wünsche“, der von der Burgmauer ins Tal hinausragt. Über der Landschaft schwebend darf jeder Gast das Porzellan zerschlagen, auf das er vorher einen Wunsch geschrieben hat. Denn: Scherben bringen ja bekanntlich Glück.

Weitere Informationen unter: www.leuchtenburg.de

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