Mit der Küstenbahn zur großen Kunst

Kunst kann ganz schön abgefahren sein –  in Flandern kann Kunst dazu auch besonders schön abgefahren werden: Die „Kusttram“ (Küstenbahn) verbindet nicht nur alle Orte der flämischen Nordseeküste von De Panne bis Knokke. An der mit 69 Kilometern längsten Straßenbahnlinie der Welt liegen auch diverse Kunst-Stationen: Museen, Künstlerhäuser und ein Skulpturenpark, die hochkarätige Kunst von Ensor, Delvaux, Fabre und Co bieten und sich mit der Bahn bequem „erfahren“ lassen. Die Kusttram könnte also auch gut und gerne als Kunst-Tram bezeichnet werden.

In Ostende etwa lohntDe Lijn am Strand von Raversijde; Foto: VisitFlanders das Aussteigen gleich doppelt: James Ensor (1860–1949), der wohl originellste Vertreter der flämischen Malerei des späten 19. Jahrhunderts, verbrachte den Großteil seines Lebens in dem beliebten belgischen Küstenort. Heute erhalten Kunstfreunde hier spannende Einblicke in Leben und Werk des Malers, der großen Einfluss auf die Kunst des 20. Jahrhunderts – vor allem auf den Surrealismus und Dadaismus – hatte: James Ensor und einem weiteren berühmten Sohn der Stadt hat das Mu.Zee erst kürzlich einen neuen eigenen Museumsflügel gewidmet. In  der im Mai eröffneten Ausstellung  „James Ensor und Léon Spilliaert. Zwei Großmeister aus Ostende“ wird hier nicht nur das Oeuvre der beiden Künstler gezeigt, sondern auch in Bezug zur Umgebung, zur Epoche und zu den künstlerischen Einflüssen gesetzt.

Nur eine Bahnstation entfeDer Blaue Salon im Ensor Haus Ostende, Foto Steven Decroosrnt liegt das ehemalige Wohnhaus, in dem Ensor bis zu seinem Tod lebte. Das etwa mit skurrilen Masken und anderen Kuriositäten eingerichtete Haus  vermittelt einen authentischen Eindruck von der Wohn- und Arbeitsstätte des Künstlers. Etwa eine Stunde von Ostende und 27 Tram-Stationen weiter westlich, wartet ein weiterer kultureller Höhepunkt auf die Tramfahrer: Mit Paul Delvaux (1897–1994) hatte sich in Sint Idesbald, der Villengegend von Koksijde, ein weiterer bedeutender Maler an der malerischen Küste niedergelassen. Heute lädt hier das Museum Paul Delvaux dazu ein, in die Welt des berühmten Surrealisten einzutauchen und zeigt eine große Anzahl seiner Bilder.

7560899798_423f334e88_oAuch unterwegs kommen Kunstfreude auf ihre Kosten: An der ganzen Küste hat das Festival Beaufort für zeitgenössische Kunst bleibende Spuren, einen permanenten Skulpturenpark mit Werken namhafter Künstler hinterlassen: Wer etwa in Nieuwpoort-Bad aussteigt, kann dort die bronzene Riesenschildkröte von Jan Fabre im Sand bestaunen. An der Strandpromenade von Middelkerke-Westende ist der filigrane Bagger zu sehen, den der belgische Bildhauer Wim Delvoye aus gotischen Architekturelementen gefertigt hat. Und wer Glück hat, kann die Küstentour auch selbst im Kunstwerk zurücklegen: Eine im Jahr 2003 im Rahmen des Festivals von Roger Raveel und Hugo Claus gestaltete Bahn fährt noch immer fast täglich von Knokke-Heist nach De Panne und zurück.

Weitere Infos:

www.delijn.be/de/kusttram/
www.muzee.be
www.delvauxmuseum.com
www.beeldenpark.be

FLANDERN-GESCHICHTEN: Flandern erzählt pünktlich zur Präsenz von „Flandern und Die Niederlande“ als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2016 Geschichten aus einer Region voller Literatur, Kultur und Kulinarik. Weitere Flandern-Geschichten werden unter www.flandern16.de erzählt. Alle Pressemitteilungen dazu finden Sie hier.

Pressekontakt:
Pressebüro „Flandern-Geschichten aus dem Ehrengastland der Frankfurter Buchmesse 2016“
c/o projekt2508 GmbH
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T: 0228/184967-24
presse@projekt2508.de

VISITFLANDERS
Christopher Philipp
T: 0228/221 270 97 51
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