Frühmittelalterliche Imkerei in Lauresham

Freilichtlabor nimmt am kommenden Wochenende 9./10. Mai die Biene und die frühmittelterliche Imkerei unter die Lupe – spannende Mitmachaktionen für die ganze Familie

 LORSCH. Die Biene steht am kommenden Wochenende, 9. und 10. Mai, im Mittelpunkt des Freilichtlabors Lauresham. Besucher und Bienenfreunde können sich an beiden Tagen, jeweils von 10 bis 17 Uhr, auf eine spannende Zeitreise durch die Geschichte der Imkerei freuen. Was wusste man vor 2500, vor 1200, vor 200 Jahren über das faszinierende Nutztier? Was verrät das Lorscher Arzneibuch über die Verwendung von Bienenprodukten? Und wie steht es heute um die Honigbiene, bedrängt von moderner Land- und Forstwirtschaft?

Seit über zwei Jahrtausenden ist die Biene eines der wichtigsten Haustiere der Menschheit. Der Mensch profitiert von den Bienenprodukten Honig, Wachs und Propolis, während die Biene sich des Schutzes durch den Menschen erfreut, der ihr eine künstliche Behausung bietet.

Der Lorscher Bienensegen, in rheinfränkischer Mundart in einer Lorscher Klosterhandschrift aufgezeichnet, gilt als einer der frühen schriftlichen Belege für die Imkerei in Mitteleuropa. Grund genug, die frühmittelalterliche Imkerei am kommenden Wochenende in den Fokus zu stellen: Das Wissen des Menschen damals war rein praktischer Natur. Die Theorie lieferte den Gelehrten der Zeit die antike Literatur, die man in Klöstern wie Lorsch abschrieb und verbreitete. Erst im 18. Jahrhundert begriff man den Zusammenhang zwischen der Obsternte und der Bestäubungsleistung der Biene; im 19. Jahrhundert wurde der Rahmen, in dem moderne Bienen ihre Waben bauen, entwickelt, und erst seit dem frühen 20. Jahrhundert erntet man den Honig mit Hilfe von Zentrifugalschleudern.

Für Familien und Interessierte gibt es spannende Mitmachaktionen wie Kerzenziehen, Wildbienenhotels bauen oder Wachstäfelchen herstellen. An beiden Tagen finden zudem jeweils um 11 Uhr und 14 Uhr Vorträge zu den Themen „Der Lorscher Bienensegen“ und „Imkerwissen im Wandel der Jahrhunderte“ statt. Der Eintritt kostet 7 EUR, ermäßigt 5 EUR pro Person, ein vergünstigtes Wochenendticket für beide Tage kostet 11 EUR, ermäßigt 7 EUR pro Person. Familien bis zu vier Kinder erhalten einen Sonderpreis von 16,50 EUR pro Tag.

Schon jetzt vormerken: Das nächste Themenwochenende findet am 13./14. Juni, täglich 10-17 Uhr statt. Dann steht das frühmittelalterliche „Handwerk im Fokus“.

Das Programm sowie alle weiteren Informationen finden Sie unter:

www.kloster-lorsch.de / www.welterbe-areal-kloster-lorsch.dewww.facebook.com/welterbearealklosterlorsch

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