Größte Porzellan-Vase der Welt nimmt Farben an

IMG_2565Die Natur ist Vorbild für die größte Porzellanvase der Welt, die derzeit eigens für die Porzellanwelten Leuchtenburg gefertigt wird. Nicht nur bei der Konstruktion selbst, sondern auch bei den Motiven ließ sich der Künstler Alim Pasht-Han von der Umwelt inspirieren. Die ersten 50 der rund 360 Waben, die ab Januar zu dem einzigartigen rund acht Meter großen Objekt zusammengefügt werden, nehmen gerade Farben an. Sie werden von dem aus dem Kaukasus stammenden Künstler in der Porzellanmanufaktur Reichenbach von Hand bemalt: mit kobaltblauen Motiven aus der Natur und mit Gold veredelt. Dabei wird jede Wabe einzeln gestaltet und mit einem individuellen Motiv versehen. Ab dem 20. März – zur endgültigen Fertigstellung der Porzellanwelten Leuchtenburg – wird das spektakuläre Porzellankunstobjekt den Besuchern präsentiert.

Die Motive geben ein Abbild des Mikro- und Makrokosmos wider: „Ich arbeite mich dabei von unten nach oben durch die gesamte bionische Entwicklung: Von Kristallen und Steinen über Einzeller und Amöben bis zu komplexen Formen in menschlicher Gestalt“, erläutert Pasht-Han. „Die Natur ist dabei ganz bewusst als Vorlage gewählt. Es geht um ursprüngliche Dinge, die nicht künstlich vom Menschen verändert werden können“.

Alim Pasht-Han lebt seit 2007 als freischaffender Künstler in Halle und Russland. Seine Arbeiten in den Bereichen Malerei, Grafik und Videokunst wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Russland sowie weltweit gezeigt und in Südkorea (2012) mit Preisen gewürdigt. Dem Thüringer Porzellan fühlt sich der Künstler besonders verbunden: Im Jahr 2010 hatte er als Teilnehmer des Internationalen Porzellanworkshops der Günther Raithel Stiftung – Bildungsinitiative KAHLA-Kreativ schon mit dem Material gearbeitet.

Dank der einzigartigen Wabenkonstruktion ist es Pasht-Han gelungen, dem zerbrechlichen Material Stabilität und Größe zu verleihen. Auch hier schaute der Künstler bei der Natur ab und orientierte sich dabei an einem Schachtelhalm. Bislang scheiterten alle Versuche, Porzellan in dieser monumentalen Größenordnung herzustellen.

„Wir sind stolz, dass wir mit dieser einzigartigen, sich selbst tragenden Konstruktion das scheinbar Unmögliche möglich machen können. Wir bieten unseren Besuchern im nächsten Jahr aber nicht nur einen Blickfang der Superlative sondern auch ein eindrucksvolles Kunstobjekt“, erklärt  Sven-Erik Hitzer, Vorstand und Ideengeber der Stiftung Leuchtenburg.

Zehn Mitarbeiter der Porzellanmanufaktur Reichenbach arbeiten derzeit an der Herstellung der Waben, „Thüringen war und ist ein wichtiger Standort für Porzellan. Wir freuen uns, dass hier nun die größte Vase der Welt entsteht und wir sie in unserem Unternehmen umsetzen können“, sagt Rigo Geithe, Geschäftsführer der Porzellanmanufaktur Reichenbach. Ab Januar 2015 werden die einzelnen Waben im Neubau der Porzellanwelten Leuchtenburg zu dem knapp acht Meter hohen Objekt zusammengefügt, wo sie ab dem 20. März zu bestaunen sein werden.

Weitere Informationen unter:

www.leuchtenburg.de
www.pasht-han.com

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