Die großen Manufakturen: Royal Copenhagen

„Flora Danica“ von Royal Copenhagen zählt zu den teuersten und prestigeträchtigsten Porzellankollektionen weltweit. Auch mit der Serie „Musselmalet“ hat die traditionsreiche Manufaktur Designgeschichte geschrieben. Das Porzellanikon Staatliches Museum für Porzellan widmet Royal Copenhagen nun eine eigene Ausstellung, die die Höhepunkte der dänischen Porzellankunst in Deutschland  präsentiert. Die Schau, die vom 26. November 2016 bis 1. Mai 2017 in Hohenberg an der Eger gezeigt wird, bildet zugleich den Auftakt zu einer neuen Reihe über die „Großen Manufakturen“ im Porzellanikon.

plakar-royal-copenhagenDie von expo2508, Ausstellungskonzeption und -gestaltung in Bonn kuratierte Ausstellung ist in enger Zusammenarbeit mit dem Porzellanikon entstanden. Gezeigt werden rund 300 Werke der dänischen Manufaktur mit Leihgaben aus dem dänischen Clay Keramikmuseum Danmark, dem Designmuseum Danmark, der Royal Danish Collection (Schloss Rosenborg) sowie von zahlreichen Privatleihgebern und Royal Copenhagen selbst. Ausgestellt ist etwa ein umfangreicher Bestand des ersten Flora Danica-Service aus den Jahren 1790 bis 1802, das sich bis heute im Besitz des dänischen Königshauses befindet. Als Vorlage für die Bemalung diente das gleichnamige Tafelwerk Flora Danica, das die Pflanzenwelt des Königreichs Dänemarks abbildet. Das Service repräsentiert höchste Handwerkskunst, wissenschaftliche Aufgeklärtheit und dänische Identität. Im Jahr 2006 wurden Service und Tafelwerk in den dänischen Kulturkanon aufgenommen.

Bonbonniere „Prinzessin auf der Erbse“ Entwurf: Gerhard Henning, 1911 Königliche Porzellanmanufaktur Kopenhagen  Porzellan, Aufglasur- und Goldstaffage  Höhe 43 cm, Durchmesser 25,5 cm ©Royal Copenhagen Foto: Bernd Schönfelder, Kulmain

Beitrag zur europäschen Porzellankunst

Die Ausstellung bildet ab, wie die Manufaktur Royal Copenhagen vom Dekor Nr. 1, dem identitätsstiftenden blaugemalten Musselmalet,  bis zu den aktuellen Kollektionen Designgeschichte geschrieben hat. Über die Services hinaus veranschaulichen dekorative Porzellane, wie die Manufaktur mit technischen Innovationen neue Maßstäbe der Porzellangestaltung setzte. Herausragende Arbeiten wie die von Gerhard Henníng entworfene Bonbonniere „Prinzessin auf der Erbse“ von 1911, die ein Jahr später auf dem Pariser Herbstsalon mit einer Medaille 1. Klasse ausgezeichnet wurde, machen deutlich, welch bedeutenden Beitrag Royal Copenhagen zur europäischen Porzellankunst leistet.

 

Eine Manufaktur im Wandel der Zeit

Seit über 240 Jahren findet sich das Porzellan von der königlichen bis zur heimischen Tafel in fast jedem dänischen Haushalt und zudem in Museen und Sammlungen weltweit. Es gehört zum kulturellen Erbe Dänemarks und ist sowohl in seiner historischen als auch gegenwärtigen Relevanz ein identitätsstiftender Faktor. Dabei hat sich die Tischkultur – nicht nur in Dänemark – seit der Gründung der Manufaktur stark gewandelt. Von den ersten, europäische Formen und Dekore  kopierenden Geschirrstücken Ende des 18. Jahrhunderts über die umfangreichen Services des 19. Jahrhunderts bis zu den multifunktionalen Stücken der aktuellen Kollektionen: das Porzellan Royal Copenhagens spiegelt den Umgang der Manufaktur mit einer sich wandelnden Zeit und Gesellschaft wider. „In der Ausstellung möchten wir die Porzellanmanufaktur Royal Copenhagen in einen kulturgeschichtlichen Kontext setzen und im Wandel der Zeit darstellen,“ sagt Kurator Hans-Helmut Schild. „Dabei war es uns besonders wichtig zu zeigen, dass die Produkte der Manufaktur seit ihrer Gründung bis heute als Teil der dänischen Identität betrachtet werden können – vom königlichen Luxusservice Flora Danica bis zum alltagsbestimmenden Dekor Musselmalet.“

Pressekontakt

Mirjam Flender
projekt2508 GmbH
Riesstraße 10
53113 Bonn
T: +49 228 / 184967-24
presse@projekt2508.de

Sabine Reichel-Fröhlich
Porzellanikon
T: +49 9287  7 91800-41
sabine.reichel-froehlich@porzellanikon.org

 

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