500 Jahre „Utopia“

ThomasMorus_Libellus-de_-insula-UtopiaIm Dezember 1516 wurde in Leuven das erste Exemplar von „Utopia“ gedruckt. Das Buch von Thomas More handelt von einer imaginären Insel, auf der Glück und Gerechtigkeit blühen und ist heute ein Klassiker der Weltliteratur und der politischen Philosophie. 500 Jahre nach der Veröffentlichung feiert die flämische Stadt den Meilenstein der Literaturgeschichte mit einem großen Festival: Ab dem 26. September 2016 gibt es ein volles Programm mit Ausstellungen, Street Art, Film, Musik, Theater, Tanz, Literatur, Vorträgen und Stadtrundgängen. Einer der Höhepunkte ist die große kunsthistorische Ausstellung „Auf der Suche nach Utopia”, die vom 20. Oktober 2016 bis 17. Januar 2017 im M – Museum Leuven zu sehen ist.

Der englische Humanist und Staatsmann Thomas Moore (der sich selbst Thomas Morus nannte) hatte das so visionäre wie revolutionäre Buch aus Enttäuschung über die Korruption und die Misswirtschaft in seinem Land geschrieben. Sicher nicht ganz zufällig hatte er sich für die Veröffentlichung  Leuven ausgesucht: In der flämischen Stadt 30 Kilometer östlich von Brüssel befindet sich  nicht nur die älteste katholische Universität der Welt, hier verkehrten auch weltberühmte Gelehrte und Forscher. Das kleine goldene Büchlein schlug große Wellen,  ist doch von Neuverteilung des Reichtums, von Chancengleichheit, Kinderbetreuung und kostenlosem Schulunterricht für alle die Rede.

Anonymous Follower of Jheronymus Bosch, The Vision of Tundale, 1520-1530, Madrid Fundacion Lazaro Galdiano © 'Auf der Suche nach Utopia'So spannend das Buch selbst ist, so nachhaltig hat es die Kultur geprägt. Nicht nur in Bezug auf die Sprache (der Begriff „Utopie“ hat hier seinen Ursprung), sondern auch auf die Kunst: Utopia hat eine ganz neue Epoche im europäischen Denken eingeleitet und  eine bis dato einzigartige Welle kreativer Höhepunkte ausgelöst. Künstler aus ganz Europa haben sich zu fantastischen Werken inspirieren lassen. Einen eindrucksvollen Überblick gibt die Ausstellung “Auf der Suche nach Utopia”. Präsentiert werden 90 Meisterwerke, etwa von Jan Gossaert, Quinten Metsys, Albrecht Dürer oder Hans Holbein. Die Ausstellung  erzählt von Träumen, Idealen und vom Paradies auf Erden,  aber auch von Fehlschlägen und Enttäuschungen auf der Suche nach einer neuen Gesellschaft. Sie gibt Einblick in die Faszination ferner Ländern und fremder Kulturen. In der Universitätsbibliothek  Leuven wird gleichzeitig die Ausstellung „Utopia & More” gezeigt: Hier werden wertvolle Manuskripte, Briefe, alte Drucke und Kuriositäten präsentiert.

Weitere Informationen:
www.utopialeuven.be/de

FLANDERN-GESCHICHTEN: Flandern erzählt pünktlich zur Präsenz von „Flandern und Die Niederlande“ als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2016 Geschichten aus einer Region voller Literatur, Kultur und Kulinarik. Die Flandern-Geschichten erzählen wir auch auf unserem Blog unter www.flandern16.de.

Pressereise:

Vom 16. bis 18.10.2016 ist eine Pressereise zur Ausstellung „Auf der Suche nach Utopia“ im M-Museum Leuven geplant. Wenn Sie Interesse an der Reise haben, tragen Sie sich bitte hier ein: www.presseflandern.com/einladung/anmeldungpressereiseutopia.

Pressekontakt:

Pressebüro „Flandern-Geschichten aus dem Ehrengastland der Frankfurter Buchmesse 2016“
Im Auftrag von VISITFLANDERS
c/o projekt2508 GmbH
Mirjam Flender und Kirsten Lehnert
Riesstraße 10
53113 Bonn
T: +49 228 / 184967-24
presse@projekt2508.de

VISITFLANDERS
Christopher Philipp
T: +49 / 221 270 97-51
christopher.philipp@visitflanders.com

Presseinfo zum Download:

PM_500 Jahre Utopia


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